Mayer-Multiple-Bänder
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Source: blockchain.info on-chain statistics, refreshed every 12 hours.
Das Mayer Multiple: Ursprung und Definition
Das Mayer Multiple wurde von Trace Mayer eingeführt, einem frühen Bitcoin-Investor und Podcast-Moderator: aktueller Kurs ÷ 200-Tage-Linie — das einfachste Maß dafür, wie weit sich der Kurs von seinem langfristigen Trend entfernt hat. Dieser Chart zeichnet die wichtigsten Multiplikatoren als Bänder ein, die sich mit der 200DMA mitbewegen: 1× (die 200-Tage-Linie selbst), 2,4× (die historische Überhitzungsschwelle) und 0,8× (eine historische Referenz für Unterbewertung).
Woher die Schwelle von 2,4 stammt
2,4 ist keine aus der Luft gegriffene runde Zahl. Sie ging aus Backtests hervor, die Mayer gemeinsam mit Preston Pysh (The Investor's Podcast) durchführte: In Simulationen, bei denen täglich 100 Dollar nur dann investiert wurden, wenn das Multiple unter einer bestimmten Schwelle lag, verbesserten sich die Renditen nicht mehr, sobald die Schwelle über 2,4 stieg — 2,4 wurde damit zur empirischen Linie, oberhalb derer historisch die Spekulation die Oberhand gewinnt. Auf jeden Ausflug über 2,4 folgte letztlich eine Rückkehr unter 1,5; das Rekordtief wurde Ende 2011 markiert (rund 0,24, Daten aus der Frühphase des Marktes). Der langfristige Durchschnitt liegt bei etwa 1,4–1,5.
Bilanz und nachlassende Zyklusausschläge
Die Zyklushochs von 2013 und 2017 trieben das Multiple weit über 2,4 hinaus. Doch wie beim MVRV und seinen Verwandten sind die Zyklusspitzen von Runde zu Runde gesunken: Mit dem Wachstum des Marktes und der komprimierten Volatilität entfernt sich der Kurs weniger extrem von seiner 200-Tage-Linie, und die Hochs der 2021er-Ära überschritten die 2,4 deutlich weniger dramatisch als in den frühen Zyklen. Feste Schwellenwerte sollte man mit einem Abschlag versehen, wenn man sie über verschiedene Epochen hinweg anwendet.
Anwendung und Grenzen
Man sollte das Multiple als Thermometer für den Kurs im Verhältnis zum langfristigen Trend betrachten: Werte nahe oder unter 0,8× markierten historisch Akkumulationszonen mit langem Anlagehorizont, während Ausbrüche über 2,4× auf spekulationsgetriebene Marktphasen hindeuten. Die Grenzen sind die aller reinen Kursmetriken: keine On-Chain-Informationen, an die Kurshistorie angepasste Schwellenwerte und eine Stichprobe von kaum einem Dutzend Jahren und einer Handvoll Zyklen — also bescheidene statistische Aussagekraft. Ein Abgleich mit dem MVRV-Z und der Heatmap der 200-Wochen-Linie ist ratsam.
Beyond cycle positioning, gauge short-term sentiment with market-wide liquidations and BTC liquidation data.